Die Geschichte der Oscar-Verleihung

Artikel erzählt die Geschichte der Oscar-VerleihungIm Jahre 1927 beschloss die “Academy of Motion Picture Arts” im Bereich des Films einzelne Preise für besonders hervorragende Einzelleistungen zu vergeben. Seither findet nun jährlich immer wieder die Oscar-Verleihung statt. In der heutigen Zeit mit vielen Stars, viel Glamour, tollen Kleidern und einem gewissen Luxus. Dabei war die erste Oscar-Verleihung alles andere glanzvoll. Die Statuen, also die Oscars, wurden von Cedric Gibbons, Leiter des Art Departments bei MGM entworfen. Bei der ersten Oscar-Verleihung standen die Sieger bereits schon Monate vorher fest und es fanden sich auch nur wenige Stars im Blossom Room des Hollywood Roosevelt Hotels ein. Auch die Medien waren noch nicht ganz von diesem Konzept der Verleihung überzeugt und waren entsprechend auch nur kaum vertreten. Aus diesem Grund dauerte die Verleihung auch nur 22 Minuten, da der Moderator Doug Fairbanks alles ziemlich schnell abwickelte.

Doch dann kam der Zweite Weltkrieg und in den USA entstand ein enormer wirtschaftlicher Schaden. In den Zeiten des Weltkrieges sehnten sich die Amerikaner dann nach ein wenig Glanz und Unterhaltung. Dies taten sie vorwiegend, um sich einfach nur ablenken zu können. Ein Oscar-Gewinn bracht aber auch schon zur damaligen Zeit ein bis zwei Millionen Dollar.

Die Oscar-Statue erreicht nun immer mehr einen größeren Stellenwert, sowohl in der Gesellschaft als auch in der Filmindustrie. Wie sich dieser Stellenwert dann auch auf die Filme auswirkte, musste mit als Erster Orson Wells erleben. Sein Film Citizen Kane” aus dem Jahre 1941 wurde ein Flop. Experten führen das darauf zurück, dass sich Wells in seinem Werk sehr kritisch mit dem Leben Medienmoguls William Randolph Hearst auseinandergesetzte hatte. Nach der Oscar-Verleihung und dem dazugehörigen Flop seines Filmes war die Karriere von Orson Wells beendet.

Im Fernsehen wurde die Oscar-Verleihung erstmals im Jahre 1953 und dies wurde auch zu einem wahren Meilenstein in der gesamten Fernsehgeschichte. Die Verleihung wurde vom späteren US-Präsidenten Ronald Reagan moderiert und erzielte bis dato die höchsten Einschaltquoten seit der Einführung des Fernsehens.

Oscar und die Politik

Die Oscar-Verleihung geriet aber auch politisch in das Rampenlicht. Es gab offizielle schwarze Listen, auf denen Schauspieler und Regisseuren standen, die keinen Oscar erhielten, sollten und durften. Aufgrund dessen begannen die Schauspieler ihre Berühmtheit zu nutzen und gaben politische Statements ab. So fanden verschiedene improvisierte und geplante politische Reden zu unterschiedlichsten Themen statt. Zu den Themen gehörten die Unterdrückung der Indianer, Vietnamkrieg und Palästina.
Diese politische Haltung veränderte sich erst in den achtziger Jahren mit Filmen wie “Ghostbusters”, “Indiana Jones” und “Beverly Hills Cop”. Diese Filme läuteten dann den Siegeszug des Kommerzkinos ein. Aber die Academy vergab die Haupt-Oscars immer noch an diese Kommerzfilme. Dies dauerte noch bin die 90er Jahre. Aber spätestens mit “Titanic” au dem Jahre 1997, der den Oscar-Rekord von „Ben Hur“ aus dem Jahre 1959 einstellt, hat sich auch dies geändert und das Kommerzkino wurde dem Oscar würdig.
In der Geschichte der Oscar-Verleihung wurde die Gala drei Mal verschoben. Zum einen 1938 wegen einer Hochwasser-Katastrophe, dann 1968 aufgrund der Ermordung von Martin Luther King und 1981 weil ein Attentat auf den damaligen US-Präsident Ronald Reagan begangen worden ist.

Picture: Tom-Hanisch – Fotolia.com

Mehr